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Änderungsantrag Ä3 zu A20

Veranstaltung: LDK Bayern 2015
Ursprungsantrag: Bildung und Förderung von schulpflichtigen Flüchtlingen
AntragsstellerIn: Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Bayern
Status: Eingereicht
Eingereicht: 08.10.2015, 23:42 Uhr

Änderungsantragstext

Ersetze in Z. 6f "Wir wollen die Kinder und Jugendlichen möglichst schnell in unser Bildungssystem integrieren." durch "Wir wollen die Kinder und Jugendlichen möglichst schnell Teilhabe an unser Bildungssystem ermöglichen." und in Z.24f "Nur so wird eine rasche Integration in unserer Gesellschaft gelingen." durch "Nur so wird eine rasche Teilhabe möglich." bzw. in Z.26ff "Eine durchgängige Sprachbildung in allen Schularten, die individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler und eine interkulturelle Öffnung fördern die Integration." durch "Eine durchgängige Sprachbildung in allen Schularten, die individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler und eine interkulturelle Öffnung fördern die Akzeptanz und Teilhabe aller Schülerinnen und Schüler."
Im Absatz von Zeile 5 bis 9
Unter den Flüchtlingen sind häufig Familien mit schulpflichtigen Kindern und unbegleitete Minderjährige. Wir wollen die Kinder und Jugendlichen möglichst schnell inTeilhabe an unser Bildungssystem integrieren.ermöglichen. Es ist wichtig, dass sie deutsche Sprachkenntnisse auf- und ausbauen können und durch eine gute Ausbildung einen festen Platz in unserer Gesellschaft finden.
Im Absatz von Zeile 10 bis 22
An vielen Grund- und Mittelschulen in Bayern wurden Übergangsklassen eingerichtet, um die Kinder, die meist ohne Deutschkenntnisse und mit ganz unterschiedlichen Herkunftssprachen hier ankommen, im Schulsystem aufzunehmen. Zu Beginn dieses Schuljahres werden in Bayern etwa 7.700 Kinder aus Flüchtlingsfamilien unterrichtet. Eine weit größere Zahl schulpflichtiger Kinder, Jugendlicher und vor allem junger Erwachsener wird bisher nicht beschult. Vor allem junge Menschen die bereits volljährig sind werden abgewiesen und haben damit kaum Chancen, Deutsch als Bildungssprache schnell und gut zu erlernen. An den Berufsschulen wird es bayernweit voraussichtlich 440 Berufsintegrationsklassen geben, was einer Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr entspricht. Trotzdem ist davon auszugehen, dass damit der Anspruch von rund zwei Dritteln der jungen Asylbewerber*innen auf Berufsschulunterricht nicht erfüllt werden kann.
Im Absatz von Zeile 23 bis 37
Schülerinnen und Schüler müssen möglichst schnell in den Regelklassen aller Schularten unterrichtet werden. Nur so wird eine rasche Integration in unserer Gesellschaft gelingen.Teilhabe möglich. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, muss sich Schule verändern. Eine durchgängige Sprachbildung in allen Schularten, die individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler und eine interkulturelle Öffnung fördern die Integration.Akzeptanz und Teilhabe aller Schülerinnen und Schüler. Damit die Mehrsprachigkeit innerhalb einer Klasse für alle Kinder zum Gewinn wird, werden qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer gebraucht. Eine der drängensten Aufgaben ist es, Lehrkräfte mit der Qualifikation „Deutsch als Zweitsprache“ an allen Schularten bereit zu stellen. Diese Lehrerinnen und Lehrer müssen über den regulären Stundenbedarf einer Klasse hinaus, zumindest stundenweise, als Zweitlehrkräfte zur Verfügung stehen. Derzeit ist kaum Lehrpersonal mit der Qualifikation "Deutsch als Zweitsprache" verfügbar. Um die geforderten Stellen schnell besetzen zu können, muss Lehrkräften mit einem Fortbildungsprogramm vor Ort und berufsbegleitend eine Zusatzqualifikation ermöglicht werden.

Begründung

Begründung: Der Wortstamm Integration beinhaltet eine Belehrung und Anpassung der Geflüchteten. Nachdem wir es uns zur Aufgabe gemacht haben Diversität zu fördern, möchten wir Menschen an der Gesellschaft teilhaben zu lassen und diese nicht nach "unseren" Vorstellungen verändern.