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Änderungsantrag Ä6 zu A1

Veranstaltung: LDK Bayern 2015
Ursprungsantrag: Grüne Wege in eine bayerische Landwirtschaft mit Zukunft
AntragsstellerIn: Hermann Hager (KV-Mühldorf/Inn)
Status: Eingereicht
Eingereicht: 08.10.2015, 22:06 Uhr

Änderungsantragstext

Im Absatz von Zeile 420 bis 430
Höfesterben beenden
Unser Ziel ist es, die bäuerliche, nachhaltige Landwirtschaft zu retten, Vielfalt zu erhalten und dem Höfesterben endlich ein Ende zu setzen. Es ist höchste Zeit, dass sich Bäuerinnen und Bauern nicht mehr zwischen „Wachsen oder Weichen“ entscheiden müssen. Wenn wir jetzt nicht die richtigen Rahmenbedingungen setzen, wird der Strukturwandel die in Bayern noch vorhandenen bäuerlichen Strukturen zerstören. Leider zementiert die EU Agrarpolitik mit ihren Finanzierungsinstrumenten den fortschreitenden Strukturwandel und das Sterben bäuerlicher Betriebe. Wir fordern die Wiedereinführung der Deckelung der Direktzahlung für Großbetriebe und eine stärkere Umverteilung hin zu bäuerlichen Betrieben.
Diese Politik von "wachse oder weiche" führt zu einem Investitionswettlauf bei Maschinen und Anlagen . Der Neubau von Stallgebäuden wird derzeit vom Staat mit 33% gefördert. Ebenso gibt es Zuschüsse für Maschinen.
Dies verführt viele Landwirte zu überhöhten Investitionsentscheidungen und damit zu starker Betriebsverschuldung, die auch aufgrund der oben beschriebenen Produkt-Preisentwicklung, immer häufiger zu Insolvenzen führt.
Nutzniesser hiervon sind die Kreditgeber, die dann günstig an die als Sicherheiten eingesetzten bäuerlichen Grundstücke und oft sogar ganzer Betriebe kommen.
Diese Flächen werden dann teils noch eine Weile von den Vorbesitzern als Lohnangestellte weiterbewirtschaftet. Man möchte ja keine Familien auf die Strasse setzen.
Mittelfristig führt dies aber durch spätere Betriebszusammenschlüsse zu Großbetrieben, die dann die Flächen in große Nutzen bewirtschaften. Mit allen im Antrag beschriebenen Nachteilen für Flora und Fauna.
Diese Fehlentwicklung muss rasch aufhören, sonst werden wir in wenigen Jahren kaum noch kleinteilig wirtschaftende Familenbetriebe haben.

Begründung